Kalender

25.3.2017, 20:00 Uhr
Versöhnungskirche, Völklingen
TAMIS 2017: 3. FMV-Konzert

Fili mi, Absalon...“

Barocke Vokal- und Instrumentalmusik zur Passion von Viadana, Schütz, Selle, Hammerschmidt, Ahle u. a.

Frank Wörner, Bass; Stuttgarter Posaunen Consort: Henning Wiegräbe, Eva Schiffler, Julian Huß, Max Bentz; Lutz Gillmann, Orgel

Eintritt 10 € / ermäßigt 7 €

Diese Musik zur Passion geht von König Davids Wehklage um seinen Sohn Absalom (2. Samuel 19, 1) aus – ganz in der Tradition, sich in der Passionszeit an die alttestamentlichen Lamentationen zu erinnern.

Frank Wörner (Professor für Gesang in Saarbrücken) studierte zunächst Schulmusik in Stuttgart und Laute in Basel, wo er ein Gesangsstudium bei Kurt Widmer begann, das er in Stuttgart fortsetzte. Engagements an Theatern in Europa und Brasilien, Konzerte auf zahlreichen Festivals. Arbeitsschwerpunkte sind neben klassischem Repertoire auch zeitgenössische und alte Musik (u. a. Gast beim Monteverdi-Festival in Cremona).
Henning Wiegräbe (Professor für Posaune in Stuttgart) studierte zunächst Posaune in Mannheim und Karlsruhe, dann Alte Musik an der Musikhochschule Trossingen bei Charles Toet und an der Schola Cantorum Basiliensis. Wichtige Impulse erhielt er auch von Bruce Dickey. Seitdem konzertiert er mit renommierten Ensembles und Dirigenten der Alte Musik-Szene. Er gründete das Capricornus Ensemble Stuttgart.

26.3.2017, 17:00 Uhr
Stiftskirche St. Arnual, Saarbrücken
Die sieben letzten Worte des Erlösers am Kreuz

Da Jesus an dem Kreuze hing“

Vokalpolyphonie und Instrumentalmusik der Renaissance von Senfl, Josquin und Ingegneri

VocArt (Leitung Adolph Seidel): Manuela Altpeter, Karlīne Cīrule, Eva Gindorf, Elke Lauer, Susanne Mayer und Carola Uhl, Sopran; Ute Andersen, Marita Grasmück-Fetik, Stefanie Groß, Manuela Simmler und Beate Spang, Alt; Andreas Dinsenbacher, Christoph Hell, Matthias Rajczyk und Andreas Tschöpe, Tenor; Albert Benjes, Stefan Paul, Adolph Seidel und Peter Spang, Bass

Heav(enl)y Wood (Leitung Bernhard Stilz): Christian Balser, Miriam Grapp, Barbara Neumeier, Corinna Richter und Bernhard Stilz, historische Blasinstrumente; Tomaso Iacolino, Laute

Eintritt 20 € / ermäßigt 15 €

Im Mittelpunkt des Konzertes steht eine Auswahl aus dem reichen Schatz der Vokalpolyphonie der Renaissance in Gestalt einiger Werke von Ludwig Senfl, Josquin Desprez und Marco Antonio Ingegneri. Einen Schwerpunkt bildet Senfls Vokalkomposition Da Jesus an dem Kreuze hing,die sieben letzten Worte des Erlösers am Kreuz,vielfach vertont auch in späteren Epochen.

Ergänzt wird das Programm durch typische Instrumentalmusik der Zeit (ebenso von Senfl und Josquin) – aufgeschriebene Improvisationen über einen damals bekannten cantus firmus (Spagna, Tandernaken...) oder „Carmina“, textlose, drei- bis vierstimmige Instrumentalkompositionen, die sich noch eng an frühe Liedsätze anlehnen. Heav(enl)y Wood musiziert auf Instrumenten, wie sie im 16. Jahrhundert gebräuchlich waren, u. a. einem Satz Renaissance-Blockflöten und historischen Blasinstrumenten wie Schalmei, Pommer, Dulzian, Krummhorn, Cornamuse, Ranckett, Doucaine und Posaunen alter Mensur.

27.3.2017, 19:00 Uhr
TAMIS 2017: Alte Musik im Film

Johann Sebastian Bach: Matthäus-Passion

Ein Ballett von John Neumeier

D 2005; aus dem Festspielhaus Baden-Baden; Choreographie, Inszenierung, Bühne und Kostüme: John Neumeier; Fernsehregie: Thomas Grimm; mit: Hamburg Ballett, St.-Michaelis-Orchester, St.-Michaelis-Chor, Knabenchor Hannover, Knabenchor St. Michaelis, Günther Jena (Dirigent), Peter Schreier (Tenor, Evangelist und Arien), Bernd Weikl (Bass, Jesus), Mitsuko Shirai (Sopran), Marga Schiml (Alt), Franz Grundheber (Bass, Arien); Farbe; 207 Min.; FSK: 0

Eintritt 7 € / ermäßigt 6 €

Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion ist zweifelsfrei ein Höhepunkt seines musikalischen Schaffens. Der amerikanische Tänzer und Choreograph John Neumeier ist fasziniert von diesem Werk und setzte sich zum Ziel, mit einem Ballett eine adäquate Inszenierung zu schaffen, die nicht nur Tanz und Musik vereint, sondern auch seinen eigenen Glauben und seine religiösen Überzeugungen auszudrücken versucht. Die Arbeit an der Passion stellte sich zwar als schwierig, aber nicht als unlösbar heraus. Neumeier gelang es, eine moderne Interpretation zu gestalten, die das Publikum im Theater auch ohne kirchliche Umgebung begeistert. „In meiner gesamten Karriere als Choreograph gab es für mich noch nie eine solche Zeit der Harmonie mit den Tänzern, des Voneinanderlernens, ein solch instinktives Verstehen des Werks, solch positive Zusammenarbeit und Konzentration wie während der Kreation der Matthäus-Passion. Auch wenn sie niemals über das Probenstadium hinaus und zur Aufführung gekommen wäre, wäre ihr Entstehen das tiefgründigste Erlebnis meines bisherigen Arbeitslebens.“ (nach John Neumeier, arthaus-musik.com)

in Kooperation mit: SWR, Festspielhaus Baden-Baden, Staatsoper Hamburg/Hamburg Ballett John Neumeier

2.4.2017, 17:00 Uhr
Kirche St. Eligius, Völklingen
TAMIS 2017: (Wochen-)Lieder der Reformation und Nachreformation

Abendmusik über GL 277 Aus tiefer Not schrei ich zu dir (Luther)

Musik von Mendelssohn u. a.

Andreas Mehs an der historischen Stahlhuth/Klais-Orgel

Eintritt frei (Kollekte)

Andreas Mehs (* 1972 in Saarbrücken) absolvierte sein Kirchenmusikstudium an der Hochschule des Saarlandes für Musik und Theater bei Prof. Leo Krämer, Prof. Wolfgang Rübsam (Orgel) und Prof. Theo Brandmüller (Improvisation). Das B-Examen legte er 1999 ab, das A-Examen folgte 2001. Von 1993 bis 1998 war er als nebenamtlicher Kirchenmusiker in Zusammenarbeit mit Regionalkantor Thomas Gabriel an der katholischen Pfarrkirche Christkönig in Saarbrücken tätig; seit 1998 wirkt er als hauptamtlicher Kirchenmusiker an der katholischen Pfarrkirche Sankt Eligius in Völklingen, darüber hinaus seit 2002 auch als Dekanatskantor für das Dekanat Völklingen. Er ist Mitbegründer und einer der künstlerischen Leiter des grenzüberschreitenden Orgelfestivals der Städte Völklingen (D) und Forbach (F).

7.4.2017, 20:00 Uhr
Deutschherrnkapelle, Saarbrücken
TAMIS 2017: Lesung & Konzert

Telemann – ein Tagebuch

mit Musik von Telemann, Buttstett, Roman, C. P. E. Bach und Graf

Ensemble Alter Klang: Lilly Altenbernd, Lesung; Anne Freitag, Block- und Traversflöte; Jean-Christophe Dijoux, Cembalo

Eintritt 15 € / ermäßigt 10 €

Telemann hinterließ nicht nur ein beeindruckend vielseitiges und umfangreiches musikalisches Œuvre, er hat zeitlebens gerne auch Texte geschrieben – drei Autobiografien, Gedichte und viele Briefe sind uns überliefert und spiegeln auf besondere Art seinen Lebensweg. Aus diesem Schatz an persönlichen Mitteilungen präsentieren wir neben Originaltönen ein Tagebuch, das sorgfältig recherchiert und nachempfunden der Gedankenwelt Telemanns folgt.

Das Ensemble Alter Klang wurde von Jean-Christophe Dijoux und Anne Freitag gegründet. Die beiden lernten sich während ihrer Studien in Basel kennen. Das Ensemble gewann 2015 die Kammermusikwettbewerbe in L’Aquila (Jurypräsident: Paul O'Dette) und San Ginesio. Neben Duoprogrammen in Italien, der Schweiz, Deutschland und England konzertieren sie in der Saison 2017 mit der Künstlerin Lilly Altenbernd und dem Geiger Bojan Cicic.

8.4.2017, 18:00 Uhr
Erlöserkirche, Rheinstraße 2, 66333 Völklingen,
TAMIS 2017: 4. FMV-Konzert

Georg Philipp Telemann zum 250. Todesjahr – Komponist, Unternehmer, Pädagoge

Camire (Saarbrücken/Heidelberg): Carolyn Soo, Violine; Miriam Grapp, Blockflöte; Eri Takeguchi, Cembalo und Orgel;

Heidrun Mertes, Viola da gamba und Violoncello

Eintritt 10 € / ermäßigt 7 €

Ganz dem barocken „Multitalent“ Georg Philipp Telemann (1681-1767) zum 250. Todesjahr gewidmet ist dieses Kammerkonzert. Der äußerst umtriebige und zu seiner Zeit sehr angesehene Telemann wirkte vielfältig als Komponist, Musiker, Kapellmeister, Verleger, Konzertveranstalter und Musiktheoretiker, u. a. lange in der Hansestadt Hamburg – deren öffentliches Konzertleben unter seinem Einfluss aufblühte. In der Völklinger Erlöserkirche spielt Camire, das „Ensemble in residence“ der FMV-Saison 2016/17, eines von Telemanns berühmten Pariser Quartetten sowie Stücke aus den Sammlungen Methodische Sonaten, Der Getreue Music-Meister, Essercizii Musici u. a.

Drei Musikerinnen aus Kanada, Saarbrücken und Japan lernten sich während ihres Studiums an der Hochschule für Musik Saar kennen. Aus gemeinsamer Begeisterung für die Instrumentalmusik des Früh- und Hochbarock entstand 2010 das Ensemble Camire, 2014 kam Heidrun Mertes hinzu. Zum Repertoire von Camire gehören neben den „Ohrwürmern“ dieser Zeit auch „Geheimtipps“ weniger bekannter Komponisten.

9.4.2017, 17:00 Uhr
Evangelische Kirche, Saarlouis
TAMIS 2017: Psalmvertonungen der Renaissance

„… plus de grâce et dignité aux louanges de Dieu“

Musik von Josquin, Senfl (425. Todesjahr), Tallis, Willaert, Sweelinck u. a.

Kantorei Saarlouis, Leitung: Joachim Fontaine

Eintritt: 12 € / ermäßigt 7 €

Die Psalmen Davids erzählen im Alten Testament vom israelitischen Volk in Not und Gefangenschaft. Für die frühen Protestanten besaßen gerade sie deshalb eine ganz eigene und tiefe Symbolik, mit der sie sich als gläubige Menschen inmitten von Verfolgung und Not identifizierten. Dank hochkarätiger Übersetzungen wurden die Psalmen Davids zur literarischen Kunst, die auch von der römischen Kirche toleriert wurde. Französische, englische oder deutsche Psalter dienten den großen Komponisten der Renaissance als Vorlage ihrer prächtigsten Vokalmusik.

11.4.2017, 20:00 Uhr
Basilika St. Johann, Saarbrücken
TAMIS 2017: Passionskantaten Telemann

Der am Ölberg zagende Jesus

Passionskantaten von Telemann, Lamentationen zur Karwoche von Zelenka und Musik von Biber und Dowland

Ekkehard Abele, Bass

Via Nova Ensemble (Leitung: Mechthild Blaumer): Mechthild Blaumer und Xiangzi Cao, Violine; Benedikt Schneider und Friederike Kastl, Viola; Mario Blaumer, Violoncello; Eri Takeguchi, Cembalo und Orgel; Annette Spehr und Hans-Peter Westermann, Oboe

Eintritt 18 € / ermäßigt 14 €

Die Anzahl der Kantaten, die Georg Philipp Telemann geschrieben hat, ist groß. Viele davon haben schon lange die Kirchen und Konzertsäle erreicht, aber es schlummern noch ungeahnte Schätze und warten darauf, gehoben zu werden. Das Telemann-Jubiläumsjahr 2017 ist wie geschaffen dafür, Neues und Unbekanntes aus den Telemannschen Archiven zu wagen und zum Erklingen zu bringen.

14.4.2017, 10:00 Uhr
Evangelische Kirche, Saarlouis
TAMIS 2017: Gottesdienst zum Karfreitag

Ludwig Senfl (425. Todesjahr): Missa per signum crucis

Kantorei Saarlouis, Leitung und Orgel: Joachim Fontaine

14.4.2017, 19:00 Uhr
Neue Gebläsehalle, Neunkirchen
TAMIS 2017: Johann Sebastian Bach

Matthäuspassion

Cornelia Winter, Sopran; Thomas Riede, Altus; Florian Feth, Tenor; Markus Lemke und Antonio Di Martino (Jesus), Bass; Figuralchor der Ludwigskirche Saarbrücken; Kinderchor, Einstudierung: Tünde Nagy; Barockorchester Neumeyer-Consort; Helmut Werz und Markus Stein, Orgel;
Leitung: Ulrich Seibert

Eintrittskarten von 35 bis 15 € sind ab November bei Ticket Regional & den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

Kein anderes Kunstwerk ist so typisch evangelisch und von den reformatorischen Erkenntnissen Martin Luthers durchdrungen wie Johann Sebastian Bachs Matthäuspassion. 1727-1729 wurde sie für die Thomaskirche in Leipzig komponiert und hundert Jahre später von Mendelssohn wieder entdeckt und aufgeführt. Anlässlich des Reformationsjubiläums präsentiert der Figuralchor der Ludwigskirche eine zeitgemäße Interpretation der Matthäuspassion.

22.4.2017, 19:00 Uhr
Evangelisches Gemeindezentrum, Saarbrücken-Brebach
TAMIS 2017: Stummfilm mit Live-Musik

Luther – Ein Film der deutschen Reformation

D 1927; Regie: Hans Kyser; Drehbuch: Hans Kyser und Bruno Doehring; Produktion: Joseph Coböken; Kamera: Sophus Wangoe und Otto Ewald; mit: Eugen Klöpfer (Martin Luther), Rudolf Lettinger (Luthers Vater),Elsa Wagner (Luthers Mutter), Livio Pavanelli (Luthers Freund Alexius), Arthur Kraußneck (Vater Staupitz), Hermann Vallentin (Professor Karlstadt), Jakob Tiedtke (Tetzel) u. a.; schwarz-weiß; 83 Min.

Joachim Fontaine, Live-Begleitung am Klavier anhand originaler historischer Partituren
Volker Strauss, Kinoerzähler

Eintritt frei

Das 400. Luther-Jubiläum 1917 war in die Jahre des Weltkriegs gefallen – 1927, zehn Jahre später, in den unruhigen Jahren der Weimarer Republik, konnte sich Luther messen mit den großen Filmen seiner Zeit wie Metropolis von Fritz Lang. Was heute als fromme Nacherzählung einer Biographie daherkommt, sorgte damals für einen kirchen- und innenpolitischen Skandal, der bis zum Verbot hätte gehen können, nachdem es zwischen katholischen und evangelischen Christen zu Straßenkämpfen gekommen war. Insbesondere die „aggressive, von rein geschichtlicher Darstellung weit abweichende antikatholische Tendenz“ wurde beklagt.
Zum Lutherjahr 2017 wurde Hans Kysers Luther-Film vom Bundesarchiv in Berlin restauriert. „Es grenzt an einen Glücksfall, dass genügend Material erhalten blieb, um ihn quasi original zu rekonstruieren“ (Hans Griep, Direktor des Bundesarchivs).

Joachim Fontaine begleitet den Film anhand originaler historischer Partituren.

23.4.2017, 19:00 Uhr
Alte Kirche St. Johann, Saarbrücken
TAMIS 2017: Abschlusskonzert

Claudio Monteverdi zum 450. Geburtsjahr

Movete al mio bel suon le piante snelle…“

Madrigale, Tänze und Instrumentalmusik von Monteverdi u. a.

Studierende der Hochschule für Musik Saar und Gäste: Kurs Historischer Tanz; Leitung: Christiane Mandernach; SängerInnen der Fachgruppe Gesang; InstrumentalistInnen der Fachgruppe Alte Musik; Les Violes: Anne Clement, Hélène Galan, Claudia Limperg, Heidrun Mertes und Elisabeth Woll, Viola da gamba; Andrea C. Baur, Chitarrone und Barockgitarre; Leitung: Lutz Gillmann

Eintritt frei

Movete al mio bel suon le piante snelle…“ – „Bewegt eure schlanken Füße zu meiner schönen Musik…“ Claudio Monteverdi (1567-1643) prägte als europaweit bedeutender Komponist und Lehrer das Musikleben des 17. Jahrhunderts und beeinflusste die Entwicklung der (Vokal-)Musik ganz entscheidend.
Sein achtes Madrigalbuch, die teils groß und prachtvoll besetzten Madrigali guerrieri et amorosi (Kriegerische und verliebte Madrigale) mit ihren Gegensätzen und Gemeinsamkeiten stehen im Mittelpunkt des „spartenübergreifenden“, Musik und historischen Tanz umfassenden Projekts der Hochschule für Musik Saar.

24.4.2017, 20:00 Uhr
kino achteinhalb, Saarbrücken
TAMIS 2017: Alte Musik im Film

Claudio Monteverdi

Eintritt 6 € / ermäßigt 5 €

Banquet of the Senses

Madrigali erotici e spirituali

1984; mit The Consort of Musicke: Anthony Rooley (Leitung und Laute), Emma Kirkby und Evelyn Tubb (Sopran), Mary Nichols (Alt), Andrew King und Joseph Cornwell (Tenor), Simon Grant (Bass), Gabriele Micheli (Orgel); Farbe; ca. 48 Min.; Org. ital./engl.
Originale Einspielung des englischen Erfolgs-Ensembles The Consort of Musicke: Monteverdis Madrigale werden im Palazzo del Te in Mantua als eine Serie von Miniatur-Szenen aufgeführt.

the full Monteverdi

GB 2007; Buch und Regie: John La Bouchardière; Kamera: Nick Gordon Smith; mit I Fagiolini: Robert Hollingworth (Leitung), Anna Crookes und Carys Lane (Sopran), Clare Wilkinson (Mezzosopran), Nicholas Mulroy (Tenor), Matthew Brook (Bariton), Giles Underwood (Bass) u. a.; 60 Min.; OmeU

Zutiefst emotionale Vokalmusik der Renaissance, umgesetzt in einen mutigen zeitgenössischen Film. In Claudio Monteverdis Viertem Madrigalbuch von 1603 werden die vielfältigen Gefühle verlassener Liebender durch eine höchst dramatische und erstaunlich moderne Musik ausgelotet. the full Monteverdi folgt dem gleichzeitigen Auseinanderbrechen von sechs Partnerschaften und durchwandert dabei die emotionalen Zustände anfänglich schockierender Offenbarung, dem darauf folgenden tief empfundenen Wunsch nach Rache sowie der sich anschließenden erotischen Sehnsucht nach Wiederherstellung der Beziehung als Ensemblefilm. (exlibris.ch)
Dem Film gelingt der heikle Versuch, ein Stück großer Menschendarstellung aus einer vergangenen Epoche in unsere verarmte Gegenwart hinüberzuretten und das transzendente Moment von Liebe noch einmal gegen seine banale Reduktion auf pures Begehren zu verteidigen. (Max Nyffeler 2008, beckmesser.de)